Fuß- und Radwegbrücke Mühltal

Mühltal

Die neue Brücke stellt das fehlende Bindeglied über die Bundesstraße B426A für eine direkte Verbindung zwischen der Rheinstraße in Mühltal und dem Gewerbepark Ruckelshausen dar.

Alle Teile des Überbaus und der beiden Treppenanlagen sind als verschweißte Stahlblechkonstruktion vorgesehen. Die offene Untersicht im Brückenbereich reagiert bewusst auf die Querschnittsreduktion in Breite und konstruktiver Höhe. Die Treppenanlagen wirken als Hohlkasten mit mittig verlaufendem Grat in der Untersicht. Der variierende Querschnitt orientiert sich an den Spannweiten zwischen den Stützen, den Auflagern und dem sich daraus ergebenden Momentenbild. Die Lage der Pfeiler in Brückenlängsrichtung sichert durch ausreichende Konstruktionshöhe über den Stützungen eine relevante Überbausteifigkeit in Längsrichtung. Die ideelle Einzelstützweite des Überbaus zwischen den Podestbereichen mit Hohlkastenform beträgt etwa 18m. Die maximale Konstruktionshöhe des Überbaus beträgt im Scheitel über den Stützen etwa 0,80m, im Bereich der Treppenzugänge ca. 55cm. In Längsrichtung erhalten beiden Hohlkästen der Treppenläufe zu beiden Seiten des Mittelgrats zwei zusätzliche Längssteifen. Sie geben die Elementierung für die Montage vor. In Querrichtung werden Rippen t=20mm im Abstand von etwa 1,40m angeordnet, die zur Abtragung und Zentrierung der Lasten hin zum Mittelgrat dienen. Die Längstragwirkung wird aus dem sich in der Höhe verändernden Mittelgrat vorgegeben. Dabei dient die Schließung der Treppenuntersichten zu Hohlkästen für die Abknickung der südlichen Treppe ohne Verlust an der Längstragwirkung für den Brückenüberbau. Die Gehwegbereiche auf der Brücke und den Treppen erhalten hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit und Dauerhaftigkeit keinen zusätzlichen Aufbau, sondern lediglich eine Beschichtung. Der Unterbau wird aus zwei Stützbereichen mit je 3 baumartig nach oben hin aufgefächerten Ästen aus Rundrohren im Durchmesser von 30cm gebildet. Die Schrägstützen verjüngen sich hin zum Gründungskörper und werden dort konstruktiv in ein Stahleinbauteil eingespannt. Die Gründung der beiden Stützbereiche erfolgt als Tiefergründung über jeweils 2 gegeneinander geneigte Bohrpfähle in Verbindung mit einem verbindenden Pfahlkopfbalken. Die Bohrpfähle mit einer Länge von etwa 8m und einem Durchmesser von 75cm werden senkrecht zum Überbau mit einer Neigung von etwa 1:10 eingebaut.
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