Verwaltungsgebäude IB.SH

Kiel

Für dieses Bauvorhaben hat im Januar 2017 die Investitionsbank Schleswig-Holstein das passende Gelände von der Stadt an der Hörn für etwa vier Millionen Euro gekauft. Es sollte ein hochwertiges Quartier, die Kai City, mit bezahlbaren Mieten in zentraler Lage entstehen. Der Neubau von IBSH werde das Stadtbild Kiels am Ostufer prägen.

Das Berliner Architekturbüro Heinle, Wischer und Partner ging als Sieger aus dem Wettbewerbsverfahren hervor. Geplant sind zwei fünfstöckige Gebäude, die im dritten Obergeschoss durch einen hellen, verglasten Steg über der Straße "Zur Helling" verbunden sind. Zusätzlich zur Verbindungsbrücke sind die beiden mit rotem Fassadenklinker verkleideten Gebäude über eine Tiefgarage verknüpft. Die rund 200 Stellplätze für Autos der Mitarbeiter/innen sowie 200 Fahrradstellplätze im Erdgeschoss sollen sicherstellen, dass das Erscheinungsbild der Kai-City entsprechend den Zielen der Stadt Kiel weitgehend autofrei bleibt. Im Außenbereich sind Fahrradbügel für Gäste und Kunden geplant. Das nach außen rote Klinker-Gebäude mit einem hellen Innenbereich steht auf einem 5700 Quadratmeter großen Grundstück und bietet Platz für 650 Mitarbeiter. Der Einzug ist im ersten Halbjahr 2021 vorgesehen. Besonders hervorzuheben ist die ganzheitliche und hochwertige Nachhaltigkeitszertifizierung des gesamten Neubauprojektes nach dem DGNB-Standard GOLD. Sie umfasst alle ökologischen, ökonomischen sowie sozialen Aspekte der Nachhaltigkeit und berücksichtigt sowohl die Planungs-, als auch die Bau- und Betriebsphase des Gebäudes. Mit dem Ziel, die gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich des Energieverbrauchs um 20 – 30 % zu unterschreiten, hat man sich für die Nutzung regenerativer Energien entschieden. So ist zum Heizen und Kühlen des Gebäudekomplexes eine bivalente reversible (Sole)-Wasser-Wärmepumpenanlage unter Zuhilfenahme der Kieler Förde als Wärmequelle geplant. Die Planung des Gebäudes erfolgte interdisziplinär auf Grundlage von BIM durch die alle teilnehmenden Seiten. Nur so könnten die Terminspannungen überwunden werden. Das Tragwerk des Komplexes besteht aus Stahlbeton- Stützen, Wänden und Decken, im größten Teil in Ortbeton ausgeführt. Die Herausforderung war Anpassung des Tragwerkes an das abwechslungsreiche Programm der Innenräume. Bei der Gestaltung der Bewehrung half die 3D-Modellierung.
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