Hörsaal- und Lernzentrum

Heidelberg

Das AUH wird als repräsentatives Bibliotheks- und Hörsaalgebäude im Neuenheimer Feld in Heidelberg zwischen dem Kirchhoff-Institut für Physik, dem Institut für Anatomie und Zellbiologie, sowie dem Chemischen Institut an Stelle des Mathematischen Instituts errichtet.

Das fünfgeschossige Gebäude (zzgl. Technikbereich als Stahlkonstruktion auf dem Dach) ist so konzeptioniert, dass in den Untergeschossen die Technikbereiche und die Hörsäle liegen, die auch für Veranstaltungen genutzt werden sollen. Im Erdgeschoss befindet sich der Haupteingang mit großem Foyer, Catering-Zone und dem Zugang zu den Hörsälen. Die Obergeschosse werden für die Bibliothek, die Seminar- bzw. PC-Räume und für Büros genutzt. Das Gebäude wird hauptsächlich aus Stahlbeton und Stahl erstellt. Die Decken über den großen Hörsaal werden als 18 cm dicke Montaquick-Decken ausgeführt, welche auf Unterzüge auflegt werden. Auf diese Weise lässt sich der Schalaufwand deutlich reduzieren. Über Audimax – Hörsaal bestehen die Unterzüge aus Stahl-Fachwerkträgern, die sich auf der einen Seite auf der Projektionswand des Audimax und auf der anderen Seite auf Stahlbeton-Unterzüge aus Ortbeton, bestehend aus einem Einfeldträger mit Kragarm, auflegen. Alle Unterzüge werden in C50/60 ausgeführt und zur Begrenzung der Verformung vorgespannt. Teilweise werden die Unterzüge infolge des hohen Bewehrungsgehaltes mit einer hochfesten Bewehrung ausgeführt (SAS 670/800). Zwischen die Unterzüge spannt sich noch ein lastverteilender Balken mit einer Breite von 100 cm und einer Höhe zwischen 60 und 80 cm, der die Lasten aus den Stützen der darüber liegenden Geschosse auf die Unterzüge verteilt. Um die Verformungen im Endzustand zu begrenzen sind Überhöhungen der Unterzüge aus Beton und Stahl erforderlich. Das AUH weist keine signifikante Regelmäßigkeit in Grund- und Aufriss auf. Aus diesem Grund und um genauere Betrachtungen für die Belastung durchführen zu können, wurde eine deutlich aufwändigere Betrachtung an einem räumlichen Modell mittels Modalanalyse durchgeführt.
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