Traffic Complex Brussel

Brussel

Der Verkehrsknoten am Zusammenschluss des Brüsseler Autobahnrings R0 und der Leopold-III-Allee (A201) ist gefährlich und zur Staubildung beiträgt. Darüber hinaus, die existierenden Ingenieurbauwerke sind in miesem Zustand, und geben wenige Möglichkeiten für Radfahrer, Fußgänger und ÖPNV. Alle diese Angelegenheiten sind Gründe dafür, eine komplette Renovation dieses Knotens unterzunehmen. Die Bauarbeiten sind im September 2024 gestartet, und sollen bis zum Jahr 2028 dauern. Bis jetzt ist der Abbruch der alten Brücke im Zuge der Leopold-III-Allee über dem Ring abgeschlossen.

Der ganze Knoten soll eine neue Form erhalten – die sog. „Single Point Interchange“ (SPI). Das ist die erste Anwendung dieser Lösung in Flandern. Weil SPI mehr kompakt ist, bekommt man größere Abstände zu den benachbarten Knoten, was für die Verkehrssicherheit von Vorteil ist. Darüber hinaus gewinnt man die Fläche für einen Park, mit Fußgänger- und Radwegen. Der Fluss Woluwe, aktuell in Rohrkanälen geführt, kann jetzt aufgeschlossen werden. Das ganze Projekt wurde in Vier Gruppen („Familien“) der Bauwerke gegliedert: verbunden mit dem Ring, mit der A201, mit dem Woluwe-Tal, und endlich die Interchange selbst. Jede Familie erhält ihre eigene Charakteristik, jedoch alle vier sind aneinander ästhetisch angepasst. Das wird sich hauptsächlich in den vertikalen Lamellen, in dem Farbenschema, und in dem minimalistischen Design zeigen. Alle Elemente sind aus Ortbeton vorgesehen, alle Oberbauten – aus vorgespanntem Stahlbeton. Unter den Bauwerken zeichnet sich der mittlere („Interchange“) mit seiner geometrischen Form deutlich ab. Diese unregelmäßige Form verursacht nicht nur die komplexen Biegeformen der Bewehrung, aber auch die schwer beschreibbaren Verläufe der Vorspann-Kabeln. Zu unseren Aufgaben gehörten: das zentrale Bauwerk „Interchange“, und die Bauwerkgruppen 2 und 4. Das Bauwerk 001 – „Interchange“ – ist eine 2-feldrige Brücke, mit einem unregelmäßigen Grundriss und Gesamtspannweite von ca. 75 m. Die beiden Bauwerke 201 und 202, im Zuge der Leopold-III-Allee, sind parallel verlaufende 4-feldrige Brücken, von unterschiedlichen Breiten und Gesamtspannweite ca. 98 m. Die Bauwerke 401, 402, 403 und 404 – im Zuge des R0-Rings – sind einfeldrige Brücken mit Spannweiten von 41 bis 51,5 m.
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