Steg Vaihingen

Vaihingen

Die Stahl- und Betonbrücke, die seit ihrem Bau im Jahr 1965 die Häberlinstraße und die Paradiesstraße in Stuttgart Vaihingen verbindet, ist in den letzten Jahren baufällig geworden. Der Stahl ist teilweise verrostet und der Beton aufgeplatzt. Aufgrund von Alter und Zustand der Fußgängerbrücke hat das Tiefbauamt Stuttgart entschieden, dass sie ersetzt werden soll.

Für den Ersatz der bestehenden Brücke wurde der Wettbewerb aus dem Jahr 2015/16 von Mayr Ludescher Partner ausgewählt. Die Brücke ist sowohl für die Nutzung durch Fußgänger als auch durch Radfahrer ausgelegt. Im Süden schließt die Brücke sowohl an den bestehenden Fuß-/Radweg von der Häberlinstraße sowie an die bestehende Treppe zur Kaltentaler Abfahrt an. Von hieraus folgt sie der Wegeführung des bestehenden Stegs. Mit einer leichten Kurve und leicht ansteigend wird anschließend die Kaltentaler Abfahrt überquert und die Stadtbahn gekreuzt. Der Hochpunkt der Brücke ist in der Nähe des Treppenabgangs zur Haltestelle erreicht. In einem großen Bogen schwenkt die Brücke auf die Rampe parallel zur Paradiesstraße im Norden ein. Dadurch, dass die Gradiente bereits ab der Brückenmitte kontinuierlich abfällt, kann die Rampe gegenüber dem jetzigen Rampenbauwerk niedriger angesetzt und flacher ausgebildet werden. Eine zweite Treppe in der Mitte der gebogenen Länge verbindet die Brücke mit der Paradiesstraße im Norden, um den Zugang für Fußgänger zu erleichtern. Als Brückentyp kommt eine vier-feldrige Stahlbrücke mit mittig verlaufendem trapezförmigen Hohlkasten auf V-förmigen Stahlstützen zum Einsatz. Der Treppenabgang zur Paradiesstraße (Achse C) ist mit dem Überbau monolithisch verbunden und bildet einen unverschieblichen Festpunkt. Abgesehen von den nur in Längsrichtung verschieblichen Elastomerlagern im Bereich der beiden Widerlager ergibt dies ein weitgehend wartungsarmes, semi-integrales Brückensystem. Der schlanke Überbau mit einer nutzbaren Gehwegbreite von 3,0m zwischen den Handläufen des Geländers (übergenommen aus dem ausgewählte Wettbewerb von 2015/16 von MLP) und einer Bauhöhe von 62cm besteht aus einem mittig angeordneten trapezförmigen Hohlkasten und V-förmigen seitlichen Querrippen im Abstand von ca. 80cm. Der Stahlüberbau erhält eine 12cm dicke Basaltfaserbetonplatte als Aufbeton.
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